
Wie können Sie Ihre Haut sinnvoll beobachten?
Zuletzt aktualisiert: 18.05.2026 | Autor(in): Yvonne de Buhr, Henriette Bunde
Es ist empfehlenswert, die Haut etwa einmal im Monat von Kopf bis Fuß aufmerksam zu betrachten. Nehmen Sie sich dafür ausreichend Zeit und gehen Sie systematisch vor.
Ein Handspiegel oder die Unterstützung einer Partnerin oder eines Partners hilft dabei, schwer einsehbare Bereiche wie Rücken, Gesäß oder Fußsohlen zu kontrollieren.
Viele Menschen erkennen bereits nach wenigen Durchgängen typische Merkmale ihrer Muttermale und bemerken Veränderungen dadurch schneller.
Auffällige Hautveränderungen oder sich verändernde Muttermale sollten ärztlich abgeklärt werden – auch unabhängig vom nächsten Screening-Termin.
- Worauf sollten Sie besonders achten?
Auffällig sind vor allem Hautveränderungen, die:
- neu auftreten
- sich in Form, Farbe oder Größe verändern
- jucken, nässen, bluten oder nicht abheilen
Zur Einschätzung von Pigmentmalen haben sich zwei einfache Prinzipien bewährt: die ABCDE-Regel und das sogenannte Ugly-Duckling-Prinzip („hässliches Entlein“).
- Die ABCDE-Regel im Überblick
A – Asymmetrie
Ungleichmäßige Form – eine Hälfte unterscheidet sich deutlich von der anderen.B – Begrenzung
Unregelmäßige, unscharfe oder ausgefranste Ränder.C – Colour (Farbe)
Unterschiedliche Farbtöne innerhalb eines Mals, z. B. hell- und dunkelbraun, schwarz, rötlich oder grau.D – Durchmesser
Größer als etwa 5 Millimeter – vor allem bei weiterem Wachstum auffällig.E – Entwicklung
Veränderungen im Verlauf, z. B. Größe, Form, Farbe oder Oberfläche.Hinweis: Teilweise wird „E“ auch als Erhabenheit (Elevation) angegeben. Da viele gutartige Hautveränderungen erhaben sein können, gilt die Entwicklung im Verlauf mittlerweile als wichtigeres Warnzeichen.
- Das Ugly-Duckling-Prinzip
Dieses Prinzip beschreibt Hautstellen, die deutlich anders aussehen als alle anderen Muttermale einer Person.
Während viele Pigmentmale ähnlich aussehen, fällt das „hässliche Entlein“ durch Form, Farbe oder Größe aus dem Muster heraus. Tanzt ein Mal aus der Reihe, ist eine ärztliche Untersuchung dringend ratsam.
- Wichtiger Hinweis zur Ganzkörperkontrolle
Besonders das maligne Melanom kann auch an Hautstellen entstehen, die kaum oder nie der Sonne ausgesetzt sind.
Deshalb ist es sinnvoll, wirklich alle Körperbereiche in die Selbst- oder Partneruntersuchung einzubeziehen – auch schwer einsehbare oder sensible Bereiche wie den Genitalbereich.
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Sie ergänzt die ärztliche Früherkennung zwischen den Screening-Terminen.
Besonders aufmerksam sollten Sie bei neuen oder auffällig „anders“ wirkenden Hautstellen sein – vor allem, wenn sie sich verändern.
Die ABCDE-Regel und das Ugly-Duckling-Prinzip helfen bei der Einschätzung von Hautveränderungen.
INTERESSENSKONFLIKTE
Der Autor/die Autorin hat keine Interessenskonflikte angegeben.


