Behandlung des Basalzellkarzinoms

Zuletzt aktualisiert: 05.08.2021 | Autor: Carola Berking

Die Behandlung ist von Faktoren wie Tumorart, Tumorgröße, Stadium und Lage des Tumors abhängig. Beim Basalzellkarzinom gilt die Operation als Standardtherapie der ersten Wahl.

Operation

Wenn ein Basalzellkarzinom diagnostiziert wurde, wird der Tumor in der Regel operativ entfernt. Dabei sollte sichergestellt sein, dass der Tumor vollständig, also mit tumorfreien Schnitträndern, herausgeschnitten wird. Im Gesicht- und Kopfhautbereich wird dabei häufig die mikrographisch kontrollierte Chirurgie (MKC) mit systematischer Schnittrandkontrolle verwendet. An anderen Körperstellen wird ein gewisser Sicherheitsabstand eingehalten, um möglichst ein Wiederwachstum (Rezidiv) des Tumors zu vermeiden.

Nicht-operative Verfahren

Bei den eher oberflächlich wachsenden Basalzellkarzinomen werden auch nicht-operative mechanische Verfahren wie die Photodynamische Therapie (PDT), Kürettage, Kryotherapie (Kältechirurgie), Lasertherapie oder äußerlich aufzutragende Arzneimittel (z.B. 5-Fluoruracil, Imiquimod) angewandt. Bei diesen Anwendungen gibt es im Gegensatz zur Operation keine feingewebliche Kontrolle, dass alle Tumorzellen entfernt wurden. Die Rückfallquote ist daher in der Regel höher.

Strahlentherapie

Eine Strahlentherapie beim Basalzellkarzinom ist wirksam und kommt dann zum Tragen, wenn der Tumor nicht operiert werden kann und bereits fortgeschritten ist.

Systemische Therapie (Zielgerichtete Therapie)

Ist das Basalzellkarzinom örtlich stark fortgeschritten und weder für eine Operation noch für eine Strahlentherapie geeignet oder ist das Basalzellkarzinom gar metastasiert, dann wird eine medikamentöse systemische Therapie angewendet. Dabei spielt die Chemotherapie praktisch keine Rolle. Vielmehr kommt dann eine noch relativ neue zielgerichtete Therapie zum Tragen. Es werden hierbei sogenannte Hedgehog-Inhibitoren eingesetzt. Das heißt, dass der im Basalzellkarzinom abnormal aktivierte Hedgehog-Signalweg durch den eingenommenen Wirkstoff blockiert wird.

Der Signalweg wurde nach seinem Liganden Hedgehog benannt (Ligand = Stoff, der spezifisch an sein Zielprotein bindet). Dieser spielt eine wichtige Rolle in der Embryonalentwicklung und wird danach wieder abgeschaltet.

Die Hemmung des Signalweges durch einen Hedgehog-Inhibitor führt dazu, dass weniger Gene aktiv sind, die für die Zellteilung und das Überleben der Tumorzellen eine Rolle spielen.

Der Einsatz dieser Therapie muss im Vorhinein sorgfältig abgewogen werden, da sie zwar eine gute Wirkung verzeichnet, aber auch einige Nebenwirkungen wie Muskelkrämpfe, Haarausfall oder Geschmacksstörungen bis –verlust aufweisen.

Vorbereitung auf das Gespräch mit dem Hautarzt

Beim Gespräch mit dem Hautarzt sollen alle wichtigen Fragen geklärt werden. Mehr Informationen finden Sie in dem Kapitel: Vorbereitung Arztgespräch.

Fragebogen mit allen relevanten Punkten zum Download

Beim Basalzellkarzinom gilt die Operation als Standardtherapie der ersten Wahl.
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