Behandlung von Aktinischen Keratosen (2): Ablative Verfahren

Zuletzt aktualisiert: 10.05.2021 | Autor: Markus Heppt, Theresa Steeb, Carola Berking

Kryochirurgie (Vereisung)

Unter Kryochirurgie versteht man eine Behandlung, bei der flüssiger Stickstoff gezielt auf die AK mit einem Stäbchen oder einer Sprühvorrichtung aufgetragen wird. Einzelne Läsionen werden meistens für 10-30 Sekunden der Kälte ausgesetzt, bis eine weißliche Oberfläche sichtbar wird. Die Kryochirurgie ist sehr wirksam und eine schnelle Prozedur. Sie erfordert nur ein oder zwei Vorstellungen beim Arzt. Allerdings kann die Behandlung Unbehagen oder Schmerzen verursachen. Durch das Erfrieren kann die Haut mit Blasen, Rötung, Schwellung und im Verlauf mit Pigmentierungsverlust reagieren. Außerdem besteht ein geringes Risiko einer Narbenbildung.

Chirurgische Verfahren

Einzelne und gut umschriebene Läsionen können operativ entfernt werden. Der große Vorteil ist eine anschließende feingewebliche Untersuchung, insbesondere zum Ausschluss eines Plattenepithelkarzinoms bei einem unklaren klinischen Bild. Allerdings ist eine lokale Betäubung notwendig und der Eingriff ist blutig und hinterlässt in der Regel Narben.

Chemische Peelings

Chemische Peelings werden klassischerweise zur Hautverjüngung durch eine Verbesserung und Glättung der Hauttextur eingesetzt. Sie entfernen die äußersten Hautschichten. Risiken wie Infektionen und Narben sind jedoch möglich und können, wenn auch selten, auftreten. Bei Patienten mit AK können chemische Peelings auf große Hautflächen aufgetragen werden und kommen für die Behandlung von multiplen Läsionen und Feldkanzerisierung in Betracht. Oftmals werden Peelings mit den Wirkstoffen Trichloressigsäure, Glykolsäure, Phenol oder einer Jessner-Lösung eingesetzt.

Lasertherapie

Die Behandlung mit einem Laser ist eine Alternative zur chirurgischen Behandlung. Betroffene Areale werden durch den Laser abgetragen. Ein Laserstrahl zerstört dabei die oberflächlichen AK, ohne tiefere Hautstrukturen zu schädigen. Die Laserablation ist für die Behandlung von AK mit niedrigem Risiko von Bedeutung. Eine präzise, schnelle und streng lokalisierte Gewebevaporisation (Verdampfen von Gewebe mittels externer Energie wie Laser oder elektrischer Energie) kann beispielsweise mit dem Erbium:YAG-Laser oder CO2-Laser erreicht werden.

REFERENZEN

Für den für sich auf dieser Webseite befindlichen Links zu anderen Websites, gilt: Es gibt keinerlei Möglichkeit, den Inhalt dieser Seiten zu kontrollieren, da diese völlig unabhängig sind. Aus diesem Grund kann keinerlei Verantwortung für die Inhalte dieser Websites und die Folgen ihrer Verwendung durch die Besucher übernommen werden. Wir bitten Sie aber, uns umgehend auf rechtswidrige Inhalte der verlinkten Seiten aufmerksam zu machen.