Das Schleimhautmelanom

Zuletzt aktualisiert: 16.09.2026 | Autor(in): Prof. Dr. med. habil. Mirjana Ziemer

Melanome werden bei nicht-asiatischen Menschen am häufigsten in der Haut diagnostiziert. Sie entstehen dort aus den pigmentbildenden Zellen, den Melanozyten, die sich vor allem in der obersten Hautschicht - der Epidermis - befinden. Melanozyten finden sich jedoch auch in anderen Organen, wie dem Auge, den Hirnhäuten und insbesondere auch den Schleimhäuten der oberen Atemwege, des Verdauungstraktes und der Genitalien aber auch Harnwege. Auch aus diesen Melanozyten können sich Melanome entwickeln. Nach den Melanomen der Haut und den Melanomen im Auge sind primäre Melanome der Schleimhäute die dritthäufigste Melanom-Gruppe. Zudem gibt es eine Gruppe von Melanomen, die die sich auf innere Körperregionen (so zum Teil auch ausschließlich auf Schleimhäute) ausgebreitet (metastasiert) haben, deren ursprünglicher oder „primärer“ Tumorentstehungsort jedoch unbekannt ist. Diese werden als MUP (melanoma of unknown primary) bezeichnet. Beim Schleimhautmelanom handelt es sich dennoch vergleichsweise um eine sehr seltene Diagnose. Nur 1-3% aller Melanome sind Schleimhautmelanome. Etwas mehr als die Hälfte aller Schleimhautmelanome entsteht in Kopf-Hals-Lokalisation, so vor allem in der Mundschleimhaut, in den Nasenneben- oder Kieferhöhen sowie dem Rachenraum. Ein Viertel der Schleimhautmelanome betrifft die After-Enddarm-Region und circa ein Fünftel den Genitaltrakt, hier vor allem die Scheide. Sie treten bei Erwachsenen vor allem zwischen dem 50. und 80. Lebensjahr auf. Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen. Schleimhautmelanome Schleimhautmelanome sehen anders aus als Hautmelanome. Sie unterscheiden sich von Melanomen der Haut auch durch Besonderheiten in der Diagnostik, andersartige molekularpathologische Veränderungen, aber auch durch ihr aggressiveres biologisches Verhalten und das schlechtere Ansprechen auf Therapien.

Melanome der Schleimhäute sind nach Melanomen der Haut die dritthäufigsten Melanome. Sie jedoch sind sehr viel seltener als Melanome der Haut.

Sie unterscheiden sich vom Melanom der Haut durch ihren klinischen Befund, ihr biologisches Verhalten und Ansprechen auf Therapien.

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Melanome der Schleimhäute sind nach Melanomen der Haut die zweithäufigsten Melanome. Sie jedoch sind sehr viel seltener als Melanome der Haut.
Sie unterscheiden sich vom Melanom der Haut durch ihren klinischen Befund, ihr biologisches Verhalten und Ansprechen auf Therapien.
  • REFERENZEN
    • [1] Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Melanoms. Die S3-Leitlinie wurde überarbeitet und um das neue Kapitel „Adjuvante Therapie“ ergänzt.
INTERESSENSKONFLIKTE

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