Hat sich das Aderhautmelanom außerhalb des Auges ausgebreitet, kann eine medikamentöse Behandlung des gesamten Körpers notwendig werden. Diese wird als Systemtherapie bezeichnet. Je nach individueller Situation kommen unterschiedliche Therapieformen infrage.
Immuntherapie mit Tebentafusp
Tebentafusp ist eine Form der Immuntherapie für Patientinnen und Patienten mit metastasiertem Aderhautmelanom, die bestimmte genetische Voraussetzungen erfüllen (HLA-A*02:01-positiv). Die Therapie unterstützt das Immunsystem dabei, Tumorzellen gezielt zu erkennen und anzugreifen. Ob Tebentafusp für Sie infrage kommt, kann durch eine Blutuntersuchung festgestellt werden.
Erfahren Sie, wie Tebentafusp wirkt, für welche Patientinnen und Patienten die Therapie geeignet ist und welche Vorteile sowie mögliche Nebenwirkungen berücksichtigt werden sollten.
Die Animation erklärt anschaulich die Wirkweise von Tebentafusp und den typischen Ablauf der Behandlung.
Die Patientin berichtet von ihren Erfahrungen zu ihrem Aderhautmelanom und insbesondere der Therapie mit Tebentafusp und schildert, wie sie die Behandlung persönlich erlebt. Wie sind gerade am Anfang die Nebenwirkungen und worauf stelle ich mich als Patient bei einer wöchentlichen Therapie ein.
Immuntherapie mit Immuncheckpointblockern
Unser Immunsystem kann Krebszellen erkennen und bekämpfen. Kontrollstellen, sogenannte Checkpoints, verhindern jedoch, dass die Immunabwehr gesundes Gewebe angreift. Krebszellen können diese Kontrollstellen gezielt nutzen, um die T-Zellen des Immunsystems auszubremsen.
Immuncheckpointblocker z.B. sogenannte PD1- oder CTLA4-Antikörper lösen diese Bremse: Sie verhindern, dass PD-1 auf den T-Zellen und PD-L1 auf den Krebszellen miteinander wechselwirken. Dadurch werden die T-Zellen wieder aktiviert und können Krebszellen erkennen und zerstören.
