In-situ Melanom

Zuletzt aktualisiert: 08.04.2022 | Autor: Friedegund Meier

Was ist ein in-situ Melanom?

Ein in-situ Melanom ist eine frühe Form des schwarzen Hautkrebses, bei der sich die Krebszellen in der Oberhaut befinden und noch nicht in die Tiefe eingedrungen sind. Sie haben noch nicht die Basalmembran durchbrochen. Ein in-situ Melanom metastasiert nicht, das heißt es breitet sich nicht über die Lymph- oder/und Blutgefäße weiter aus.

  • Wie wird ein in-situ Melanom verursacht?

    Ursache ist eine Schädigung der Erbinformation (DNA) der pigmentbildenden Zellen in der Haut (Melanozyten), bei der die UV-Strahlung eine große Rolle spielt. Im Verlauf vermehren sich die entarteten Zellen und es entwickelt sich ein Tumor.

  • Wie sieht ein in-situ Melanom aus?

    Meistens, aber nicht immer, ist das in-situ Melanom ein unregelmäßig pigmentierter Hautfleck. Zur Früherkennung eines in-situ Melanoms können die ABCDE (siehe Selbstuntersuchung) Merkmale hilfreich sein. Weiterhin kann die „Regel des hässlichen Entleins“ (ugly duckling sign) hilfreich sein. Hierbei sind die Pigmentmale melanomverdächtig, die nicht zum PatientInnen-spezifischen Bild der übrigen Pigmentmale passen.

  • Was können die Komplikationen eines in-situ Melanoms sein?

    Ein unbehandeltes in-situ Melanom kann größer werden und im Verlauf in die Tiefe wachsen, d.h. es kann sich ein invasiver schwarzer Hautkrebs (Melanom) entwickeln. Wenn das Melanom in die Tiefe wächst, können sich Melanomzellen über die Lymph- und Blutgefäße im Körper verbreiten, das heißt metastasieren.

  • Wie wird ein in-situ Melanom diagnostiziert?

    Die Verdachtsdiagnose in-situ Melanom kann durch eine klinische Untersuchung gestellt werden. Eine zusätzliche Untersuchung mit dem Dermatoskop (Auflichtmikroskop) kann die Verdachtsdiagnose unterstützen. Die Verdachtsdiagnose wird durch die feingewebliche (histologische) Untersuchung des operativ entfernten Pigmentflecks bestätigt oder ausgeschlossen. Ein in-situ Melanom entspricht dem klinischen Stadium 0 (American Joint Committee on Cancer, AJCC).

  • Wie wird ein in-situ Melanom behandelt?

    Ein in-situ Melanom soll komplett operativ mit feingeweblicher Kontrolle entfernt werden. Andere Behandlungen wie zum Beispiel Cremes oder eine Laserbehandlung werden nicht empfohlen, da Tumorreste verbleiben können, die weiter wachsen und somit die Rückfallraten hoch sind .

  • Welche Empfehlungen gibt es für die Nachsorge eines in-situ Melanoms?

    Für die Durchführung der Nachsorgeuntersuchungen wird die Anbindung des Patienten bzw. der Patientin an eine/n niedergelassenen Hautfacharzt bzw. -ärztin empfohlen. Die Nachsorgeuntersuchung sollte mindestens 1x pro Jahr durchgeführt werden.

    Bei Vorliegen von Risikofaktoren wie z.B. eine hohe Anzahl von Pigmentmalen, atypische Pigmentmale, ein oder mehrere Melanome in der eigenen Vorgeschichte oder bei einem Familienangehörigen sollten die Nachsorgeuntersuchungen engmaschiger erfolgen. Bei der Nachsorgeuntersuchung untersucht der Arzt bzw. die Ärztin die gesamte Haut, die behaarte Kopfhaut sowie die einsehbaren Schleimhäute (Mundschleimhaut, Genitalbereich und Analbereich) und untersucht gegebenenfalls auffällige Hautveränderungen mit dem Auflichtmikroskop. Die Nachsorgeuntersuchungen sollen ein eventuell zweites Melanom oder einen anderen Hautkrebs früh erkennen. Weiterhin sind monatliche Selbstuntersuchungen der Haut gegebenenfalls mit Hilfe eines Familienangehörigen empfehlenswert.

Ein in-situ Melanom ist eine frühe Form des schwarzen Hautkrebses.
Das in-situ Melanom metastasiert nicht und stellt somit keine Lebensgefahr dar.
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